DGB NRW: Rente ab 67 Jahren bedroht Arbeitsmarkt
Die Pläne der Großen Koalition, schrittweise das gesetzliche Rentenalter auf 67 Jahre zu erhöhen, werden bei ihrer Realisierung zu einer erheblichen Verschärfung der Arbeitsmarktsituation in Nordrhein-Westfalen führen. Dies behauptete am Donnerstag in einer in Düsseldorf verbreiteten Pressemeldung der DGB Nordrhein-Westfalen.
„Das Konzept der Rente ab 67 wird zu einem erheblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Erwerbstätigen bis zu 30 Jahren beitragen“, so die Gewerkschaftler.
Darüber hinaus wird nach Einschätzung des DGB mindestens die Hälfte der Arbeitnehmer über 65 Jahre aus dem Erwerbsleben ausscheiden, weil eine Weiterbeschäftigung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in Frage komme. Dieser Personenkreis werde Rentenabschläge in Höhe von
3,6 % pro Jahr hinnehmen müssen, wenn das angehobene Renteneintrittsalter nicht eingehalten wird. Insgesamt geht der DGB in Nordrhein-Westfalen davon aus, dass sich unter den derzeitigen Status-quo-Bedingungen die Arbeitslosigkeit um etwa 500.000 erhöhen wird, wenn das Rentenalter ansteigt. Nach den Voraussagen der nordrhein-westfälischen Gewerkschaftler wird das Konzept der Rente mit 67 in dem Industrieland Nordrhein-Westfalen besonders starke Auswirkungen haben. In NRW sind 25 % der Erwerbstätigen in der Industrie tätig. Die Gewerkschaftler sorgen sich, neben den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, vor Allem um die soziale Sicherheit der Betroffenen im Alter.
Quelle:
DGB NRW, PM 10/07 vom 22.02.2007

