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Donnerstag, 7. Dezember 2006 19:20 Alter: 2 Jahr(e)

Mehrfachbeschäftigung: Ein Job ist immer seltener genug

 

Bald auch hier amerikanische Verhältnisse?

Immer mehr Menschen gehen in Deutschland einer Mehrfachbeschäftigung nach. So urteilt das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit in einer Studie.

Bis Mitte 2004 befanden sich in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen in mehr als einem Arbeitsverhältnis Beschäftigung nach. Diese Zahl hat von 2002 bis 2004 deutlich zugenommen. Die Mehrbeschäftigungsquote, also der Anteil der Mehrfachbeschäftigten an der Gesamtheit der 26,5 Millionen sozialversicherungspflichtig und 4,8 Millionen ausschließlich geringfügig Beschäftigten, betrug damit 4,7 Prozent.

Dabei übten 82 % der Mehrfachbeschäftigten eine neben einerm sozialversicherungspflichtigen Haupt-Arbeitsverhältnis eine geringfügige Nebentätigkeit aus. 11 Prozent kombinierten mehrere Mini-Jobs und 7 Prozent hatten mehrere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen.

Ein wesentlicher Grund dafür lag in der Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die Hartz-II Gesetze. Seit April 2003 können in einem Mini-Job Maximal 400 € monatlich steuer- und abgabenfrei hinzuverdient werden, selbst wenn man bereits im Hauptjob sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist.

Mehrfachbeschäftigung ist dabei tendenziell eher ein weibliches Phänomen. Mitte 2004 gingen rund 832.000 Frauen und 628.000 Männer mehr als einer Beschäftigung nach.
 

Quelle: IAB Kurzbericht Nr. 22 vom 06.12.2006