Kündigungsschutzrecht ist keine „Jobbremse“
Das Zentrum für Personalforschung an der Universität Hamburg beschäftigt sich in einer Studie mit der Frage, ob die Regelungen des Kündigungsschutzes Neueinstellungen erschweren. Dies berichtet die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung.
In der Studie werden Personalverantwortliche von kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen dazu befragt, wie sie arbeitsrechtliche Bestimmungen wahrnehmen, umsetzen und beurteilen und ob der Kündigungsschutz Neueinstellungen erschwert.
Die Forscher sind in ihren bisherigen Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen, dass der Kündigungsschutz und andere arbeitsrechtliche Bestimmungen bei den Personalverantwortlichen keine große Rolle bei der Entscheidung für Neueinstellungen zu spielen scheint. Statt dessen sah rund die Hälfte der Befragten die Ertrags- oder Auftragslage sowie die wirtschaftliche Situation des Unternehmens als die größten Einflussfaktoren für Neueinstellungen. Etwa ein Viertel der Personalverantwortlichen wies darauf hin, dass die Qualifikationen der zukünftigen Mitarbeiter ausschlaggebend für Neueinstellungen seien.
Quelle: Hans-Böckler-Stiftung
„Böckler Impuls 14/2006“

